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Aufbereitung

Nach der Ernte werden die Kaffeekirschen aufbereitet. Hier unterscheidet man zwei unterschiedliche Verfahrensweisen:

Die trockene Aufbereitung ist Jahrhunderte alt und leitet sich aus der bäuerlichen Tradition der Anbauländer ab. Hier werden die Kirschen tagelang unter regelmäßigem Wenden in der Sonne gedörrt. Danach trennt eine Schälmaschine das trockene Fruchtfleisch von den zwei Kernen. Bei diesem Vorgang löst sich meist auch die Pergamenthaut, die die Kerne umgibt, sowie die Silberhaut.

Die andere, aufwendigere Aufbereitungsart ist das Nassverfahren. Die Kirschen werden hierbei zunächst in einen Wassertank gefüllt. Während die reifen Früchte auf den Grund sinken, schwimmen die unreifen Kirschen wie auch Äste und Blätter an der Wasseroberfläche und werden abgeschöpft. Anschließend werden die reifen Kirschen in einem Entpulper, das ist ein Walzmechanismus, zerdrückt, um die zwei Kerne, die umhüllt sind von der Pergamentschicht, herauszulösen.

Zunächst werden die Kerne herausgelöst und dann fermentiert, also das restliche Fruchtfleisch an den Kernen in Schwimmkanälen durch Gären innerhalb von ein bis zwei Tagen gelöst. Nach wiederholtem Waschen sind die Pergaminos, die Kerne mit der Pergamenthaut, entstanden. Im Anschluss an das Trocknen werden die zwei Kerne durch eine Maschine aus den Pergaminos geschält. Nun wird das Produkt Rohkaffee genannt.